Feeds
RSS
Atom

Archiv für die Kategorie ‘The Solomon Key’

Ausgerechnet am Freitag, dem 13., nähren neue Gerüchte die Hoffnung, dass Dan Brown mit der Arbeit an “The Solomon Key” zu einem guten Ende kommen könnte.

Wie Reuters berichtet, hat der Ron Howard in einer Promi-Show des US-Fernsehens erzählt, dass Dan Brown den Nachfolger zu an “Sakrileg” (The Da Vinci Code) fertig gestellt hat. Ron Howard ist der Regisseur der Verfilmung von Sakrileg und gehört zum inneren Kreis der Mitarbeiter um Dan Brown.

Damit beginnt auch das Jahr 2009 so wie die Jahre 2006 und 2007 mit einem erneuten Aufflackern der Vermutungen um das von den Fans heiß ersehnte Sequel aus der Robert-Langdon-Serie.

Die Sprecherin des Verlags Doubleday hat dieses Gerücht zumindest nicht dementiert.

Bertelsmann wird im März 2007 das erste Jahresergebnis seit 2002 vorlegen, zu dem keine Umsätze aus einem Dan-Brown-Buch beigetragen haben.

Der Literaturbetrieb ist finanziell hochgradig abhängig von den Bestsellern, und nur schwere Kaliber wie J.K. Rowling mit Harry Potter oder eben Dan Brown halten die großen Verlage über Wasser und verschaffen ihnen den budgetären Freiraum für kleinere Titel und Nischenprodukte. Jeder Bestseller bringt Scharen von Kunden in die Buchläden und steigert dabei als Nebeneffekt auch den Umsatz mit den anderen Büchern der Verlage.

Das nägelkauende Warten auf den seit gut zwei Jahren erwarteten nächsten Dan-Brown-Megaseller wird also immer unüberhörbarer.

Dan Brown juckt das offensichtlich nicht.

Der Verlag kündigt zwar im Jahresabstand neue Veröffentlichungstermine an, kann aber auch nicht mehr als hoffen, wenn das Manuskript nicht eintrifft.

Für heuer sagt uns also Stephen Rubin, der Vorstand der Bertelsmann’s Doubleday Broadway Publishing Group:

Dan Brown plant ein sehr spezielles Veröffentlichungsdatum für sein neues Buch, und bei der Veröffentlichung werden die Leser sehen, warum das so ist.

Ein spezielles Datum für ein Buch, das sich um die Gründung der USA dreht und die Freimauerschaft zum Thema hat?

Die Spekulationen kreisen derzeit um den amerikanischen Unabhängigkeitstag – wird “The Solomon Key” am 4. Juli 2008 erscheinen?

Larry Finland, Manager bei Dan Browns Verleger Transworld, meinte heute, dass der Verlag für den Nachfolger des Megasellers “Sakrileg” (The Da Vinci Code) zwar auf ein Erscheinungsdatum in 2007 vorbereitet sei. Allerdings sei er nicht sicher, ob Dan Brown mit dem Buch in diesem Jahr fertig würde. Schon im Vorjahr war das Erscheinungsdatum mehrfach verschoben worden, und für heuer wagt Larry Finland keine Prognose:

Es gibt noch eine Chance, dass es heuer passiert; wir wissen es einfach nicht. Er (Dan Brown) wird es fertigstellen, da bin ich sicher, aber ich weiß nicht wann.

Auf Dan Browns Website ist zu lesen:

Derzeit gibt es kein Veröffentlichungsdatum, weil das Buch noch nicht fertig ist.

Das Warten auf den nächsten Dan-Brown-Thriller mit Robert Langdon wird verlängert.

Entgegen den Prophezeiungen am Jahresanfang hat eine Sprecherin der Verlages Double Day jetzt ein Erscheinen noch in 2006 ausgeschlossen.

“Die Recherchen sind aufwändig”, lautet die Erklärung für die weitere Verzögerung.

Robert Langdon, wohldosiert

Zu vermuten ist, dass auch ein Teil Marketing bei dieser Entscheidung mitspielt. Heuer wird das Thema “Dan Brown” sehr gut von der Sakrileg-Verfilmung mit Tom Hanks in der Rolle von Professor Robert Langdon abgedeckt, weiteren Umsatz verspricht die gerade stark propagierte Taschenbuchausgabe von “Sakrileg”. Damit sinkt die Neigung, das Publikum mit einem weiteren Stück aus dem Imperium Dan Brown zu überfordern.

Im Jahr 2007 ist das Publikum dann wieder hungrig und damit gerüstet für die dunklen Intrigen rund um die amerikanischen Gründerväter, die Freimaurer und andere Verschwörer. Wer schon jetzt wissen will, wie der Plot des unveröffentlichten Romans verlaufen wird, kann seine Neugier in dem bereits vorab erschienenen Führer zum Roman “The Guide to Dan Brown’s The Solomon Key” stillen.

Deutschsprachige Dan-Brown-Fans: Bitte warten!

Zum Erscheinungsdatum der deutschen Ausgabe von “The Solomon Key” wagt nun wohl niemand mehr ein Prognose.

In den USA wird schon vor dem Erscheinen viel Aufhebens um Dan Browns kommenden Roman “The Solomon Key” gemacht.

Passend zum Spannungsaufbau in den Bestsellern aus den letzten Jahren wird das Marketing des neuen Romans durch Informationsschnipsel und Mutmassungen angeheizt. Die Veröffentlichung in den USA ist für Juli 2006 angekündigt, für die deutsche Fassung unter einem noch unbekannten Titel gibt’s noch keine Termine. Bei amazon kann man sowohl die gedruckte Fassung als auch das Hörbuch vorbestellen.

Als Thema wählte Dan Brown diesmal laut vorinformierten Hellsehern die CIA, Freimaurer und Mormonen. Damit ist gewährleistet, dass es heftige Gegenreaktionen gibt, die ja auch schon bei “Sakrileg” – in jenem Fall seitens der katholischen Kirche und des Opus Dei – für eine schöne Welle der Aufmerksamkeit sorgten. Auf einer britischen Website, die freimaurerische Handelswaren vertreibt, macht man sich zumindest mal über Dan Brown und seinen Schreibstil lustig:

So the Solomon Key is really the Solo Monkey, which Dan Brown has been keeping in a cellar for the last ten years with a typewriter, hoping it writes a new Shakespearean masterpiece. Instead it just keeps turning out this tripe, which he sells.

Ein Forum beschäftigt sich mit Vermutungen über den Plot, eine Website verkündet das Un-Ereignis, dass noch nichts erschienen ist, und es gibt sogar schon einen Führer zum Roman, “The Guide to Dan Brown’s The Solomon Key”.

Robert Langdon bleibt Dan Browns Romanheld

Nach “Sakrileg”, “Illuminati”, “Meteor” und dem eher nachlässig ins Deutsche übertragenen “Diabolus” ist der Erfolg in Sinne einer self fulfilling prophecy wahrscheinlich nicht aufzuhalten. Spätestens in einem Jahr steht einer Verfilmung nichts mehr im Weg.

Tom Hanks hat nach der ersten Besetzung als Professor Robert Langdon in der Verfilmung von Sakrileg einen ähnlichen Dauerjob ergattert wie Harrison Ford in seiner Abo-Rolle als Indiana Jones (damals, als wir alle noch knusprige Knaben und rotbackige Mäderl waren).

Abgesehen vom Marktingereignis wird der Roman sicher als Lesestoff interessant werden. Obwohl, der Weg zur Enttäuschung ist kurz:

  • Kann Dan Brown vermeiden, Klischees und erfolgreich angewandte Regietricks routiniert und fad werden zu lassen?
  • Treten die Plattheiten in der Sprache und Handlung aus “Diabolus”, von denen in “Sakrileg” nichts mehr zu spüren war, wieder auf?

Warten wir’s ab. In der Zwischenzeit: Nägelbeißen! Oder was von Lee Child lesen…

-